Gottesdienst und Sakramentenspendung
Die Sakramente sind die grossen Zeichen der verbürgten Nähe und Kraft Gottes in der Lebensgeschichte des Menschen. Wir bemühen uns darum besonders, die Liturgie der Sakramente ganz menschen- und lebensnah zu gestalten.
Taufspendung
Mit dem Zeichen der Taufe beginnt Gott seine ganz persönliche Geschichte mit dem Menschen. Zuallererst sind es die Eltern, die ihr Kind auf diese Geschichte Gottes aufmerksam machen, aber auch die Paten und alle Familienangehörigen.
Solange es uns möglich ist, sehen wir von fixen Taufterminen ab und spenden das Sakrament der Taufe jeden Sonntag, sei es in einem Gemeindegottesdienst oder ausserhalb, und zwar an allen pfarreilichen Gottesdienstorten. Wir möchten damit den Wünschen der Familien möglichst entgegenkommen, weil wir uns sehr wohl bewusst sind, dass die Familie der erste und wichtigste Ort der Glaubensweitergabe ist und bleibt.
Für die Anmeldung der Taufe ihres Kindes wenden Sie sich an die Administration: info@kathwil.ch, 071 914 88 10.
Eucharistie
In der Eucharistie erfahren wir lebendige Gemeinschaft mit dem Auferstandenen Herrn, wie sie die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus erfahren haben. Die Feier der Eucharistie ist Danksagung für die Liebe Gottes und damit auch Mitte und Höhepunkt des Lebens der Kirche.
Die Schüler werden im Laufe des dritten Primarschuljahres zusammen mit den Eltern auf die Erstkommunion vorbereitet. Siehe dazu die Informationen auf der Seite des Dienstbereichs Jugendbildung. Für die Kinder, Schüler und ihre Familien werden regelmässig eigens gestaltete Gottesdienste gehalten, ebenso für die Jugendlichen.
Versöhnung
Unsere Lebensgeschichte ist zwar nicht eine Geschichte von Sünde und Schuld, wie viele sich selbst und anderen einreden möchten. Aber jeder weiss um Zeiten und Situationen des Versagens und des Schuldigwerdens. Gottes Erbarmen und Vergebung ist allen zugesagt, die danach suchen. Jeder Mensch hat viele Wege der Versöhnung und der Vergebung offen. In den Gemeinden des Petrus galt: Die Liebe deckt eine Menge Sünden zu. Es gehört mit zum ersten und wichtigsten Auftrag der Kirche, dass sie dem Menschen das Erbarmen und die Vergebung Gottes zusagt. Sie tut es in der sakramentalen Form des persönlichen Beichtgesprächs oder der gemeinsamen Bussgottesdienste vor den grossen Festtagen. Das persönliche Beichtgespräch ist nach Absprache mit einem Priester jederzeit möglich. Die Schüler werden in der vierten Klasse in die beiden Formen des Busssakramentes eingeführt.
Firmung
Jeder Mensch will und muss seine Lebensgeschichte entfalten. Er will das Leben in seine Hand nehmen mit all den Lebenshoffnungen und Lebenserwartungen, die er damit verbindet. Das Leben soll eine gültige Gestalt finden vor Gott und den Menschen. Das macht unsere Berufung aus. Im Sakrament der Firmung wird Gottes Geist über jeden herabgerufen, damit ihm seine persönliche Lebensgeschichte gelingt.
Seit 2006 wird die Firmung nicht mehr den SchülerInnen der 6. Klasse gespendet, sondern jungen Erwachsenen im 18. Lebensjahr nach einem Firmenkurs von gut 3/4 Jahren. Der Firmkurs und die Firmung wird im ganzen Bistum einheitlich mit "Firmung ab 18" bezeichnet. Siehe dazu auch die weiteren Infos auf der Seite des Diensbereichs Jugendbildung.
Ehesakrament (Hochzeit)
Im Sakrament der Ehe bringen Mann und Frau im Versprechen der Liebe und Treue ihre je eigene Lebensgeschichte ein in die gemeinsame Geschichte ihrer Partnerschaft und ihrer Familie. Die Trauung ist das verbindliche Zeichen, dass in der Liebe der Menschen die Liebe Christi sichtbar und erfahrbar wird. Eine dringende Bitte: Möglichst mindestens ein halbes Jahr vor dem Trautermin Kontakt mit dem gewünschten Traupriester aufnehmen, damit Ort und Zeit festgelegt werden können. Kontakte zu den Seelsorgern sind direkt oder über die Administration möglich: info@kathwil.ch, 071 914 88 10.
Sakrament der Krankensalbung
Es ist dies kein Sakrament des Sterbens, sondern ein Sakrament des Lebens. Es ist für alle jene gedacht, die krank oder gebrechlich sind, die irgend eine Not der Seele oder des Leibes zu tragen haben. Wir spenden das Sakrament in gemeinsamen Gottesdiensten in den Kirchen, in den Alters- und Pflegeheimen, ebenso in den verschiedenen Alterssiedlungen. Wir spenden es aber auch privat Zuhause oder im Spitalzimmer.
Priester und Laien besuchen darüber hinaus gerne und auch über längere Zeit die Mitchristen, die bettlägerig oder gebrechlich sind und nicht mehr ausgehen können.
Die Krankensalbung wird regelmässig in speziellen Gottesdiensten gespendet. Sie kann aber auch persönlich empfangen werden, dazu wenden Sie sich an einen Priester.
Sakrament der Weihe
Das Sakrament der Weihe ist in der katholischen Kirche in drei Stufen gegliedert: die Diakonen-, die Priester-, und die Bischofsweihe. Alle drei Ämter stehen im Dienst an den Menschen und der Kirche. Das Sakrament der Weihe wird gespendet durch Handauflegung und Gebet. Diakone und Priester weiht in der Regel der jeweilige Ortsbischof, Bischöfe werden von anderen Bischöfen geweiht.