Home

Wil und Rossrüti

Zu den Veranstaltungen

Der Seelsorgebereich Wil und seine Besonderheiten

Der Seelsorgebereich Wil umfasst das Gebiet der Stadt und wegen der geographischen Lage auch die Gebiete Rossrüti, Gampen und Boxloo.

Die beiden Kirchen St. Nikolaus und St. Peter weisen eine hohe kirchliche und liturgische Tradition auf, welche die verschiedenen Hochfeste im Laufe des Kirchenjahres und die Patroziniumsfeste zum gemeinsamen Erlebnis der Pfarrgemeinde werden lassen.

Am Pfingstmontag wird seit mehr als 500 Jahren in feierlicher Dank- und Bittprozession der Rettung der Stadt vor Eroberung und Zerstörung durch Zürcher Kriegszüge gedacht.

Am Pfingstsamstag feiert die Pfarrei mit Gottesdienst und Festbankett zusammen mit den Ehejubilaren das Fest der Liebe und Treue.

Um das Fest Kreuzerhöhung (14. September) ziehen Schüler, Jugendliche und Eltern in einem Fackelzug zum Kreuz am Hofberg und halten kurze Gebetszeit für die Stadt.

Zusammen mit dem Patronsfest der Völkerapostel Petrus und Paulus wird vor Beginn der Sommerferien in St. Peter das Fest der Nationen gefeiert.

In St. Peter wird die Osternachtliturgie mit dem alten Brauch des Eiertütschens abgeschlossen.

Die Liebfrauenkapelle bei St. Peter beherbergt in der Weihnachtszeit eine grosse und viel besuchte Krippendarstellung, in der Karwoche eine Darstellung des Heiligen Grabes.

Kleiner Gang durch die Geschichte

In einer Urkunde aus dem Jahre 754 wird „Wila“ erstmals als ländliche Siedlung bezeugt. Die eigentliche Stadtgründung auf dem charakteristischen Hügel erfolgte kurz vor 1200 durch die Freiherren von Toggenburg. Der erste urkundliche Nachweis eines Pfarrers „Albertus“ von Wil stammt aus dem Jahre 1209; seit 1260 wird auch von Hilfspriestern oder Kaplänen berichtet. Graf Diethelm I. von Toggenburg schenkte die Stadt Wil dem Kloster St. Gallen. Seit je gehörten zur Pfarrei Wil auch die Gemeinden Bronschhofen und Wilen. Ursprünglich umfasste die Pfarrei Wil die ganze Region von Münchwilen bis Niederhelfenschwil.

In der Reformationszeit schlug sich die Pfarrei für ein gutes Jahrzehnt zum neuen Glauben. Nach der Schlacht von Kappel 1531 kehrte sie zur alten Ordnung zurück und blieb bis 1798 eine kirchlich gesinnte, katholische Stadt.

Das Amt des Pfarrers wurde vorwiegend von Mönchen des Klosters St. Gallen ausgeübt. Die vier oder fünf Kapläne wurden von Wiler Bürgerfamilien gestellt.

Mit der Neuordnung von Kanton und Gemeinde wurde auch die Verwaltung der Kirchengüter neu geregelt. 1842 wählte die erste Kirchbürgerversammlung einen eigenen Kirchgemeinderat für die Gemeinden Wil, Bronschhofen und Wilen.

Viele Urkunden bis ins Ende des 18. Jahrhunderts berichten von einem reichen Schatz an Brauchtum und Traditionen und einem blühenden religiösen Leben. Auch in den zersetzenden Zeitströmungen der letzten beiden Jahrhunderte konnte sich die Pfarrei ihre Kraft und Ausstrahlung bewahren.


Kirchen, Kapellen und Pfarreieinrichtungen

St. Nikolaus

Seit der Gründung der Stadt gab es auch innerhalb der Stadtmauern ein Gotteshaus. Nach dem Brand von 1312 wurde eine Kirche zu Ehren des Heiligen Nikolaus erbaut. In mehreren Bauphasen bis Mitte des 16. Jahrhunderts entstand die heute noch bestehende Stadtkirche.Aus der Zeit um 1480 stammt auch die monumentale Darstellung des Hl. Christophorus im nördlichen Seitenschiff. Nach verschiedenen Renovationen wurde die Kirche 1932/33 um ein Joch verlängert.

Der Turm wurde als Wehrturm der ursprünglichen Stadtbefestigung gemäss alten Zeichnungen und Überlieferungen nachgebaut. Die grosse sorgfältige Renovation von 1981-83 vermochte älteste Zeugnisse von Architektur und Kunst mit neuen Elementen aus der Liturgiereform in bester Harmonie zusammenzubringen.

In St. Nikolaus befindet sich auch ein Teil des berühmten Kirchenschatzes aus der Blütezeit des Klosters St. Gallen und der Pfarrei, aber auch aus Stiftungen des Bürgerrates oder einzelner Bürger der Stadt. Die romanische Madonna aus dem 12. Jahrhundert und das barocke silbergetriebene Reliquiar des Katakombenheiligen Pankratius gehören zu den kostbaren religiösen Kunstwerken.

St. Peter

Die Kirche ausserhalb der Stadtmauern war die erste Pfarrkirche. St. Peter behielt in der Bevölkerung grosse Bedeutung, weil sie unmittelbar beim katholischen Friedhof stand, der jahrhundertelang bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts Ruhestätte der Katholiken des gesamten Pfarreigebietes war. In zwei einschneidenden Renovationen 1887 und 1961/62 erhielt St. Peter seine heutige Architektur, während die Renovation von 1995/96 vor allem auf die Umsetzung der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils bedacht war.Der Kreuzweg auf den Zugangswegen nordseits der Kirche stellt in einer zeitgemässen Symbolik die Ängste und Nöte der Menschen unserer Zeit dar.

Liebfrauenkapelle

Die Liebfrauenkapelle, ausgestattet mit einer herrlichen gotischen Freskendecke, an der Südmauer der St. Peterkirche war bis ins letzte Jahrhundert ein beliebtes Ziel von Wallfahrten und Bittprozessionen. Heute dient sie vor allem für Gruppen- und Familiengottesdienste.

Dominikanerinnen-Kloster St. Katharina

1607 fanden die Dominikanerinnen aus dem berühmten Kloster St. Katharina in St. Gallen wegen der Wirren der Reformation in St. Gallen ein neues Zuhause im neuen Kloster vor der Südmauer der Stadt Wil.

Kapuzinerkloster

1657 hielten die Kapuziner Einzug in das vom Wiler Reichsvogt Georg Renner gestiftete Kloster an der Konstanzerstrasse.

Kapelle Gärtensberg

Als Dankesgabe für die Errettung aus Seuchengefahr und landesweiter Not lies die Wiler Bürgerschaft im Jahre 1634 die Kapelle auf dem Gärtensberg samt ihrer Ausstattung errichten. Sie ist den Seuchenheiligen Rochus und Sebastian sowie dem Heiligen der Nächstenliebe Martin geweiht. Die Patronsfeste haben noch heute hohes Ansehen.

Friedhof Altstatt „Stadt des Friedens“

Er liegt südöstlich der Stadt am Wilerwald und hat in den letzten Jahren zur Freude und Zufriedenheit der Bevölkerung eine ansprechende und sinnvolle Neugestaltung erfahren. Die Aufbahrungsräume und die Kapelle sind erweitert und künstlerisch neu gestaltet worden.

Pfarreizentrum

Das geräumige Pfarreizentrum am Rande der Fussgängerzone dient grossen und kleinen Veranstaltungen der ganzen Pfarrei. Hier treffen sich die verschiedenen Vereine und Gruppen zu ihren Aktivitäten, hier haben die jungen Christen ihre Räume. Hier finden die öffentlichen Weiterbildungsveranstaltungen der Pfarrei und der Vereine statt, ebenfalls die verschiedenen Weekends und Workshops für Eltern und Kinder zur Vorbereitung auf Erstkommunion. Auch die meisten Veranstaltungen des Firmkurses finden hier statt.

Harmonie

Dieses Haus der Begegnung steht unmittelbar neben der Kirche St. Nikolaus und ist vor allem für Kleingruppen oder auch für Zusammenkünfte verschiedenster Art gedacht.