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Wilen

Zu den aktuellen Veranstaltungen in Wilen

Ein eigener Seelsorgebereich

Wilen weist für die letzten Jahre ein überdurchschnittliches Wachstum auf. Vor allem sind es junge Familien, die hier Wohnsitz nehmen. Damit ist auch der Wunsch nach einem eigenen Pfarreiheim mit Sakralraum gewachsen.

In ökumenischer Partnerschaft (Politische Gemeinde Wilen, Katholische und Evangelische
Kirchgemeinde) entstand in Wilen ein Gemeinschaftswerk (Annexbau), das am 12. Juni 2004 feierlich eingeweiht wurde. Mit dem Kirchen- und Gemeindezentrum wurde für das Dorf Wilen ein gemeinschaftsdienlicher Akzent gesetzt.

Mittelpunkt ist die lichtdurchflutete Kapelle. In ökumenischem Geist haben sich die Wilener Christen entschieden, Bruder Klaus und Dorothea als Leitfiguren zu nehmen. Beide haben in ihrem Leben und in ihrer Familie nach der Quelle Gottes gesucht. Beiden ist es nicht leicht gefallen, sie in konkrete Entscheidungen zu Lebensformen umzusetzen. Sie sind ein höchst aktuelles Beispiel für den Menschen und Christen unserer Zeit.

Jedes Wochenende wird Gottesdienst gehalten, alternierend am Samstagabend oder Sonntagmorgen. Während den Sommerferien fallen die Gottesdienste aus. Kleine und grössere Räume stehen den verschiedenen Pfarreigruppen zur Verfügung.

Friedhof Wilen „Gott führt ins Licht“

In unmittelbarer Nähe zum Kirchen- und Gemeindezentrum liegt der Friedhof der Politischen Gemeinde Wilen.

Besonderheiten im Seelsorgebereich

Es gehört zur Besonderheit Wilens, dass sich bisher ohne irgendwelche Strukturen viele Einzelpersonen und auch Gruppen für ein lebendiges, dörfliches Kirchenleben engagierten.

Dazu zählen eine besonders aktive Gruppe junger Eltern, die Bibelgruppe, Frauen und Männer als Lektoren und Kommunionhelfer, die Gruppe für Kleinkindergottesdienste, die Gruppe der Ministranten und Sternsinger.

Einige Besonderheiten haben sich im jungen Seelsorgebereich bereits herausgebildet:

Fastenznacht im Mehrzwecksaal. Nach einem Gottesdienst an einem Samstagabend in der
Fastenzeit wird die Tradition der urkirchlichen Agape, des Liebesmahls wieder aufgenommen.
In den Monaten Mai und Oktober wird Rosenkranz bei der Grotte gebetet und Andachten gehalten. 
Die Familinkatechese wurde als Ergänzung zum schulischen Religionsunterricht aufgebaut. 

Kleiner Gang durch die Geschichte

Wilen liegt angrenzend an Wil im Kanton Thurgau. Dorf und Gemeinde gehören aber seit dem Bestehen kirchlich zu Wil und zum Bistum St. Gallen. Das hängt wohl damit zusammen, dass die Höfe bereits seit dem neunten Jahrhundert Eigentum oder Leihen des Klosters St. Gallen gewesen sind. Jedenfalls sind die Wilener bereits vor der Gründung der Eidgenossenschaft den Kirchweg nach St. Peter, Wil, zum Gottesdienst gegangen. Die A1 hat ihn unterbrochen. Wilen war mehrmals Basis für die Belagerung von Wil, so vor allem für die Zürcher Truppen im Jahre 1445.

1911 wurde die Lourdes-Grotte eingeweiht, im Jahr 2011 das 100-Jahr Jubiläum gefeiert.

  

Ende der sechziger Jahre wurde die wöchentliche Schulmesse eingeführt. Das Gottesdienstlokal im Primarschulhaus wurde von der Schulgemeinde zur Verfügung gestellt. Seit 1981 wurde im Saal des Mehrzweckgebäudes monatlich ein Gottesdienst am Samstagabend angeboten.